An der Oranienburger Straße ja, da werden die Frauen von den Zuhältern auch im Transporter abgeladen.
Auf dem Gehsteig beginnen die Prostituierten auf Kundenfang zu gehen.Jahrhunderts war die Straße sogar klar aufgeteilt.Aber das weiß ja der Bayer nicht, im Verhältnis zu seinem heimischen Gasthof ist das hier huren adressen schon Szene genug.Die Barfrau vom Aufsturz, 1994 gegründet, muss schon etwas nachgrübeln.Ein paar alte Stammgäste, ein paar Touristen, einige kommen durch Mundpropaganda.Anfang der Neunziger bekam die Oranienburger Straße einen sehr schlechten Ruf, doch durch die massenhafte Ansiedlung von Gastronomie und Ateliers wurde es bald chic, hier seinen Cocktail zu schlürfen oder die Geschäftsfreunde zu einem Essen in einem ungewöhnlichen Ambiente einzuladen.
Der Lärmpegel ist konstant hoch.Die Gruppe zieht ohne Zwischenstopp weiter zur Friedrichstraße.Seit 12 Jahren schon wird sie von Farschad Matin betrieben.Das Tacheles wird eine ideale Kulisse für den Kunstkommerz bleiben, weniger autonom und beliebig, aber genauso bunt, alles andere würde in diesem Haus keinen Sinn machen.Direkt vor dem Kaufpalast der Friedrichstraßen-Passagen (später Wertheim, dann Ruine, dann Tacheles standen die Damen, auf der anderen Straßenseite die Jungs, die den Geschäften mit ihren Freiern in der Toilette gleich vor Ort nachgingen.



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Erst die Kultur am Gendarmenmarkt genießen, dann zum Essen in die Oranienburger oder umgekehrt, beides ergänzt sich mittlerweile prima.

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